Profilprogramm
Dieses Rechenprogramm ist Bestandteil der verschiedenen Orni-Rechenprogramme für Ornithopter.
Damit lassen sich - bei Vorgabe des Auftriebsbeiwertes und der Rezahl an einem Ort des Schlagflügels - die folgenden Profilgrößen an diesem Flügelort berechnen.
- Anstellwinkel
- Profilwiderstandsbeiwert c
- Momentenbeiwert c
Bei Bedarf können auch die Daten anderer Profile eingesetzt werden. Ändert sich dabei der Datenumfang (z. B. Messdaten für nur einen Rezahlbereich, fehlende c
Im folgenden Rechnungsgang wird auch auf Parameter zugegriffen, die in den Orni-Rechen- programmen definiert sind.
Profilpolaren-Messwerte
Es werden die Daten vom Profil CLARK-Y (11.7) verwendet. Dieses Profil wurde von Dieter Althaus, Stuttgart, im Windkanal gemessen. Davon standen hier die Meßdaten für drei Rezahlen zur Verfügung. Allerdings waren nur die Daten für Re=200 000 vollständig. Bei den übrigen Tabellen wurden daher die fehlenden Werte vom Momentenbeiwert cm25 mit den Daten der Rezahl
Re = 200 000 ergänzt. Insbesondere Meßpunkte im Bereich mit abgerissener Strömung wurden weggelassen.
Rezahlen der Meßdaten
Profildaten der drei Rezahlen
Die Werte
Druckseiten-Tangentenwinkel
Diese Winkel wird zwischen der Profilsehne und der Tangente zur Unterseite des Profils gemessen. Er kann aus einer Profildarstellung entnommen werden.
Nullauftriebswinkel
Dieser Wert wird nur im höchsten Rezahlbereich bestimmt. Dieser kommt dem Arbeitsbereich der EV-Modelle am nächsten. Für die übrigen Rezahlbreiche sind die Werte aber nicht gundsätzlich anders.
Dies ist der Anstellwinkel der Profilsehne bei verschwindendem Auftrieb.
Der Nullauftriebswinkel und der Auftriebsgradient sind auf den Rezahlbereich der EV-Modelle abgestimmt. Bei hohen Genauigkeitsanforderungen ist ihre Berechnung zu überprüfen.
Auftriebsgradient
Dieser Wert wird nur im höchsten Rezahlbereich bestimmt. Dieser kommt dem Arbeitsbereich der EV-Modelle am nächsten. Für die übrigen Rezahlbreiche sind die Werte aber nicht gundsätzlich anders.
Er wird nur in einem mittleren Ausschnitt der Profilpolare ermittelt, bei dem der Auftriebsanstieg relativ linear verläuft. Einfacher und besser ist es womöglich, diesen Wert aus einer grafischen Darstellung von Hand zu gewinnen.
c
Wegen der meist nicht optimalen Flügeloberfläche eines Schlagflügels wird hier der im Windkanal gemessene c
Minimal zulässiger Auftriebsbeiwert
Maximal zulässiger Auftriebsbeiwert
Die so ermittelten Grenzwerte werden bei allen Rezahlen in gleicher Weise berücksichtigt. Bei anderen Profilen sind zur Bestimmung der Grenzwerte womöglich andere Verfahren zweckmäßiger.
Die c
Profilpolaren-Darstellung
Zur Kontrolle der Profil-Dateneingabe und der c
Iterationswerte zur Darstellung der Profilpolaren
Datenreihen zur Darstellung der Profilpolaren
Nach Vorgabe eines örtlichen Auftriebsbeiwertes c
Interpolation zwischen den Messdaten
Die Ermittlung der Profildaten erfolgt hier in erster Näherung durch lineare Interpolation zwischen den einzelnen Meßpunkten der Profilpolaren. Außerdem wird zusätzlich zwischen den Datenreihen mit den benachbarten Rezahlen interpoliert. Bei Rezahlen außerhalb der vorliegenden Meßreihen wird nur die jeweils nächstgelegene Meßreihe ausgewertet.
Zuerst werden für die Auswertung die Tabellenwerte der drei Rezahlen schrittweise zu einer Matrix zusammengefasst.
Index der benachbarten Rezahlen
Im Vektor
Index der Rezahl unterhalb
Index der Rezahl oberhalb
Die nachfolgenden Gleichungen des Profilprogramms sind teilweise deaktiviert. Sie sind hier nur aufgeführt, um die Berechnung der Profildaten im Zusammenhang zu zeigen. Erst im Hauptprogramm werden sie verwendet.
Anstellwinkel
Profilwiderstandsbeiwert
Profilmomentenbeiwert
Einstellwinkel
Der Anstellwinkel
Der Einstellwinkel
- die gleichzeitig der Flugrichtung entsprechen soll - und der Druckseitentangente.
Flügelverwindung
Für den Bau des Flügels ist es vorteilhaft, auch die Flügelverwindung des Gleitfluges zu kennen. Dazu wird die Differenz des Einstellwinkels längs der Spannweite
Verwindungskräfte
Für die Berechnung der Verwindungskräfte längs der Spannweite ist insbesondere die
Der hier verwendete Drehmomentenbeiwert cm25 ist auf den 1/4-Punkt der Profiltiefe bezogen. Für viele Profile fehlt dieser Wert. Man kann in diesen Fällen nur versuchen, zumindest von einem ähnlich geformten Profil diese Daten zu bekommen.
Beiwert der Normalkraft
Um im nachfolgenden Rechnungsgang eine Division durch Null zu vermeiden, schreibt man
Normalkraft
Druckpunktabstand vom 1/4-Punkt der Profilsehne
Bei großen Anstellwinkeländerungen wächst die Druckpunktrücklage
Duckpunktabstand hinter dem Hauptholm
Drehmoment um den Hauptholm