Profilprogramm
Dieses Profilprogramm ist Bestandteil der verschiedenen Orni-Rechenprogramme für Ornithopter.
Damit lassen sich - bei Vorgabe des Auftriebsbeiwertes und der Rezahl an einem Ort des Schlagflügels - die folgenden Profilgrößen an diesem Flügelort berechnen.
- Anstellwinkel
- Profilwiderstandsbeiwert c
- Momentenbeiwert c
Bei Bedarf können auch die Daten anderer Profile eingesetzt werden. Ändert sich dabei der Datenumfang (z. B. Messdaten für nur einen Rezahlbereich, fehlende c
Im folgenden Rechnungsgang wird auch auf Parameter zugegriffen, die in den Orni-Rechen- programmen definiert sind.
Profilpolaren-Messwerte
Es werden hier die Daten vom Profil SD7062-PT aus
"Airfoils at low speeds"
von Michael Selig, John F. Donavan and David B. Fraser,
Soartech 8, H. A. Stokely, publisher
Fig. 12.141
verwendet und durch Daten aus einem separaten Datenblatt unbekannter Herkunft ergänzt.
Rezahlen der Meßdaten
Profildaten der drei Rezahlen
Die Daten der Profilpolaren werden je Rezahl in einer Matrix bzw. Tabelle zusammengefasst.
c
c
Mathcad verlangt für nachfolgende Interpolation aufsteigende c
Um das Problem zu umgehen, werden zunächst abfallende Werte am oberen Ende des c
Außerden werden bei den Messreihen mit zuwenigen Messpunkten, am oberen Ende des c
c
c
Die Anstellwinkel
Druckseiten-Tangentenwinkel
Diese Winkel wird zwischen der Profilsehne und der Tangente zur Unterseite des Profils gemessen. Er kann aus einer Profildarstellung entnommen werden.
Nullauftriebswinkel
Dies ist der Anstellwinkel der Profilsehne bei verschwindendem Auftrieb.
Der Nullauftriebswinkel wird in einem Datenblatt wie folgt angegeben.
Auftriebsanstieg
In einem Datenblatt wird dafür angegeben.
c
Wegen der meist nicht optimalen Flügeloberfläche eines Schlagflügels wird hier der im Windkanal gemessene c
Minimal zulässiger Auftriebsbeiwert
Maximal zulässiger Auftriebsbeiwert
Die so ermittelten Grenzwerte werden bei allen Rezahlen in gleicher Weise berücksichtigt. Bei anderen Profilen sind zur Bestimmung der Grenzwerte womöglich andere Verfahren zweckmäßiger.
Profilpolaren-Darstellung
Zur Kontrolle der Profil-Dateneingabe und der c
Iterationswerte zur Darstellung der Profilpolaren
Datenreihen zur Darstellung der Profilpolaren
Nach Vorgabe eines örtlichen Auftriebsbeiwertes c
Interpolation zwischen den Messdaten
Die Ermittlung der Profildaten erfolgt hier in erster Näherung durch lineare Interpolation zwischen den einzelnen Meßpunkten der Profilpolaren. Außerdem wird zusätzlich zwischen den Datenreihen mit den benachbarten Rezahlen interpoliert. Bei Rezahlen außerhalb der vorliegenden Meßreihen wird nur die jeweils nächstgelegene Meßreihe ausgewertet.
Zuerst werden für die Auswertung die Tabellenwerte der drei Rezahlen schrittweise zu einer Matrix zusammengefasst.
Index der benachbarten Rezahlen
Im Vektor
Index der Rezahl unterhalb
Index der Rezahl oberhalb
Anstellwinkel
Profilwiderstandsbeiwert
Profilmomentenbeiwert
Für dieses Profil wird in einem separaten Datenblatt nur ein Momentenbeiwert "cm0" angegeben.
Dies ist der Profilmomentenbeiwert bei vorhandenem Nullauftrieb um den Bezugspunkt des Moments. Kommt Auftrieb hinzu der nicht im Bezugspunkt des Moments angreift, so entsteht ein zusätzliches Moment.
Weder die Lage dieses Bezugspunktes des Moments noch die Lage des tatsächlichen Drehpunktes im Schlagflügelquerschnitt sind hier bekannt. Der Einfachheit halber wird daher zunächst cm0 gleich cm25 gesetzt, was zumindest annähernd zutrifft.
In einem tatsächlichen Anwendungsfall mit Berechnung des Verwindungskräfte ist die Beschreibung der Drehmoments zu überarbeiten.
Um bei den verschiedenen Profilen immer auf die gleichen Parameterschreibweisen zurückzugreifen, wird auch dieser konstante Wert in Form einer Funktion geschrieben.
Einstellwinkel
Der Anstellwinkel
Der Einstellwinkel
- die gleichzeitig der Flugrichtung entsprechen soll - und der Druckseitentangente.
Flügelverwindung
Für den Bau des Flügels ist es vorteilhaft, auch die Flügelverwindung des Gleitfluges zu kennen. Dazu wird die Differenz des Einstellwinkels längs der Spannweite
Verwindungskräfte
Für die Berechnung der Verwindungskräfte längs der Spannweite ist insbesondere die
Der hier verwendete Drehmomentenbeiwert cm25 ist auf den 1/4-Punkt der Profiltiefe bezogen. Für viele Profile fehlt dieser Wert. Man kann in diesen Fällen nur versuchen, zumindest von einem ähnlich geformten Profil diese Daten zu bekommen.
Beiwert der Normalkraft
Um im nachfolgenden Rechnungsgang eine Division durch Null zu vermeiden, schreibt man
Normalkraft
Druckpunktabstand vom 1/4-Punkt der Profilsehne
Bei großen Anstellwinkeländerungen wächst die Druckpunktrücklage
Duckpunktabstand hinter dem Hauptholm
Drehmoment um den Hauptholm